Geschichte     

Aller Anfang ist schwer (2009)

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SV Wacker 22 Auerswalde – Volleyball – Team Pokal 2009

 

Im Januar 2009 haben wir uns entschlossen, unter der Schirmherrschaft des Sportvereins Wacker 22 Auerswalde eine neue Abteilung Volleyball zu eröffnen. Die meisten Gründungsmitglieder kannten sich schon seit Jahren und entstammten zum größten Teil der christlichen Jugendarbeit der ortsansässigen Kirchgemeinde. Aufgrund des voranschreitenden Alters entstand der Wunsch, das jahrelang trainierte und geliebte Hobby auf Vereinsebene auch im sportlichen Wettstreit zu betreiben. Von Vereinsseite stieß unser Anliegen stets auf offene Ohren und wir bekamen volle Unterstützung. Einzig die Suche nach einer geeigneten Trainingszeit sollte zur Geduldsprobe werden. Alle verfügbaren Hallen in der Großgemeinde waren zu diesem Zeitpunkt voll ausgelastet. Daher blieb uns nur der Weg in die Sporthalle des MSV Ottendorf im benachbarten Ortsteil. Leider ist diese aufgrund der geringen Innenmaße nicht für den Spielbetrieb zugelassen. Aus der Not heraus haben wir für die Heimspiele Hallenzeiten mit anderen Sportgruppen oder Vereinen in der Turnhalle Auerwalde tauschen müssen, was auf Dauer ein ziemlicher Nachteil im Spielbetrieb werden sollte.

Die ersten Schritte (Saison 2009/10)

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SV Wacker 22 Auerswalde – Volleyball – Team 2009/10

 

Nach halbjährigem intensiven Trainings stiegen wir zu Beginn der Saison 2009/10 in den Spielbetrieb der Chemnitzer Stadtklasse ein und mussten naturgemäß in Liga 4 beginnen. Einen kleinen Vorgeschmack bekamen wir schon im März 2009 bei unserem ersten Auftritt im Stadtpokal.

Als Neuling bekamen wir mit TuSVGablenz und TuS Ebersdorf I zwei Drittligisten zugelost, von denen wir einen sogar bezwingen konnten. Im September 2009 startete der Ligabetrieb. Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten konnten wir konstant gut Leistungen zeigen und uns nach und nach im oberen Tabellendrittel etablieren. Durch einen furiosen Schlussspurt sicherten wir uns am letzten Spieltag sogar den 2.Tabellenplatz, welcher zur Teilnahme an der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga berechtigte. Nach einer knappen 2-1-Niederlage im Hinspiel konnten wir das Rückspiel 2-0 für uns entscheiden und waren somit auf Anhieb aufgestiegen! Erwähnenswert ist, dass wir im ersten Jahr ein ganz bestimmtes Konzept verfolgt haben: die totale Demokratie!
Sowohl über Trainingsinhalte, als auch über die auflaufenden Spieler wurde stets per Wahl entschieden!

Die erste große Enttäuschung (Saison 2010/11)

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SV Wacker 22 Auerswalde – Volleyball – Team 2010/11

 

Noch von der Aufstiegseuphorie getragen, starteten wir eigentlich mit einem Sieg und einer knappen Niederlage recht gut in das Abenteuer der höheren Spielklasse. In den folgenden Partien versagten uns leider in den entscheidenden Partien immer wieder die Nerven. Durch zu viel individuelle Fehler und fehlende Erfahrung verloren wir wichtige Spiele mit sehr knappen Ergebnissen, die wir in der Vorsaison sicher noch für uns entschieden hätten. Knackpunkt war das Heimspiel gegen die SG Handwerk Rabenstein, indem wir über weite Strecken überzeugt haben, im entscheidenden Satz schon 24-19 führten, sich zudem einer der Gegenspieler unglücklich verletzte und wir trotzdem noch mit 24-26 gegen 5 Mann verloren haben. Nach diesem Spiel, zusätzlich geschwächt durch den langen Ausfall wichtiger Spieler, gingen alle weiteren Partien verloren und am Ende mussten wir uns enttäuscht sang- und klanglos aus der 3.Liga verabschieden. Vom spielerischen Potential wäre ein Platz im gesicherten Mittelfeld durchaus realistisch gewesen.

Anspruch und Wirklichkeit (Saison 2011/12)

Aufgrund der Vorgeschichte und der Genesung aller verletzten Spieler und dem Zugewinn eines überragenden Spielertrainiers konnte das Saisonziel nur lauten: direkter Wiederaufstieg!

Als direkte Gegner waren schnell das neugegründete Team von Netzkante III mit vielen alten Bekannten und die Jungs von Langenberg-Falken III, welche uns vor zwei Jahren in der Relegation gegenüberstanden, ausgemacht. In der ersten Saisonhälfte konnten wir drei uns noch ein Kopf-an-Kopf rennen liefern. Leider erkrankte in der Rückrunde einer unserer Hauptangreifer und in den entscheidenden Partien fehlte uns nun eindeutig die Durchschlagskraft. Durch viele Schichtarbeiter im Team war es uns zudem nie möglich, die Spiele in bestmöglicher Besetzung zu bestreiten. Nachdem die Aussicht auf den Aufstieg in weite Ferne gerückt war, war auch die Motivation am Boden und in den letzten Partien bekamen diejenigen Spielpraxis, welche sonst zwar durch guten Trainingseinsatz zu überzeugen wussten, aber meist trotzdem nicht durchgängig spielten. Am Ende belegten wir einen für uns enttäuschenden 5.Platz. Um ein Haar hätte dies noch weitreichendere Konsequenzen gehabt!

Eine überraschende Wendung (Saison 2012/13)

Nach der unglücklich verlaufenen letzten Saison wäre es beinah noch knüppeldick für uns gekommen. Zur Saison 2012/13 wurden die beiden Staffeln A und B in der 4. Liga abgeschafft zugunsten einer eigenständigen 4. und 5. Liga. Aufgrund unserer Platzierung in der Vorsaison hätten wir eigentlich in Liga 5 absteigen müssen. Nur aufgrund der Auflösung einiger Mannschaften sind wir gerade noch eben in die neu zusammengestellte 4. Liga gerutscht. Hier trafen wir nun nur auf Gegner, die in der letzten Saison vor uns platziert waren. Zusätzlich kamen mit TSV Flöha und Turbine Frankenberg noch zwei Quereinsteiger hinzu, die vorher in der Mittelsachsenklasse aktiv waren. Nominell traten wir also in der stärksten 4. Liga aller Zeiten an! Trotzdem konnte es bei unserem Kader nur der Anspruch sein, oben mitzuspielen, zumal sich unsere Rahmenbedingungen deutlich verbessert haben: aufgrund des Entgegenkommens der Gemeinde dürfen wir seit Mai 2012 die Turnhalle der neuen Oberschule Lichtenau benutzen. Endlich sind mit genügend Platz und Deckenhöhe die Voraussetzungen vorhanden, um erfolgreich Volleyball spielen zu können.

Die Saison begann für uns ziemlich durchwachsen. Gleich im ersten Spiel gab es auswärts gegen Turbine Frankenberg eine völlig überflüssige, knappe Niederlage. Wie sich im weiteren Saisonverlauf herausstellen sollte, lag uns dieser Gegner einfach nicht, obwohl am Ende nur im Mittelfeld und damit deutlich hinter uns platziert. Die restlichen Spiele der Hinrunde liefen deutlich besser. Wir konnten die Vorteile des verbesserten Trainings in der neuen Halle nach und nach in gute Spielergebnisse umsetzen. Zwei Spiele gingen noch knapp in 3 Sätzen verloren, auswärts bei Galaxy I und zuhause gegen den in der Hinserie ungeschlagenen Tabellenführer Flemming II. Es war der einzige Satzverlust, den dieses Team in der Hinrunde überhaupt hinnehmen musste! Diese Leistungen brachten uns in der Tabelle auf den 2. Platz, gemeinsam und punktgleich mit Galaxy I. Die Rückrunde begann erfolgreich, bis wir erneut gegen unseren „Angstgegner“ Turbine Frankenberg eine bittere Niederlage einstecken mussten. Flemming II war mittlerweile weit enteilt, so kam es im März zum vorentscheidenden Spiel im direkten Aufstiegsduell gegen Galaxy I. Leider war das nicht unser Tag, unsere Aufstiegsträume bekamen einen herben Dämpfer. Nun hatten wir es nicht mehr in der eigenen Hand und mussten auf Schützenhilfe hoffen. Galaxy I musste, wie auch wir, noch zum Spitzenreiter. Während unsere Konkurrenten diesen 3-Satz-Krimi am Schluss mit 23-25 verloren, hatten wir in einem ebenso packenden Spiel mit 25-23 am Ende das glücklichere Ende auf unserer Seite (nachdem es schon 20-23 für den Gegner stand!). Ein glatter 2-Satz-Sieg gegen Gablenz im letzten Spiel sicherte uns als Zweitplatzierter den direkten Aufstieg in Liga 3 – mit nur einem Satz Vorsprung auf die Jungs von Galaxy I (die verdientermaßen durch die Auflösung einiger Mannschaften in höheren Ligen ebenfalls noch mit in Liga 3 gerutscht sind).

Auf zu neuen Ufern (Saison 2013/14)

Seit nun mehr 5 Jahren nehmen wir als SV Wacker 22 Auerswalde am Ligabetrieb der Volleyball-Stadtklasse in Chemnitz teil. Durch die Fertigstellung der neuen Schulturnhalle stehen uns seit 2 Jahren nun auch endlich exzellente Trainingsbedingungen zur Verfügung. Das hat sich zum einen darin niedergeschlagen, dass wir auf Anhieb in unserer ersten Saison in der neuen Halle den Aufstieg von der 4. In die 3. Liga perfekt machen konnten, zum anderen war es uns durch eine Kooperation als Spielgemeinschaft mit Eintracht Chemnitz erstmals möglich, in der vergangenen Saison mit 2 Mannschaften im Ligabetrieb an den Start zu gehen. Für das neu zusammengestellte Team ging es in der untersten Liga 5 vor allem darum, Erfahrungen im Spielbetrieb zu sammeln und die persönlichen Fähigkeiten adäquat zu verbessern, was durchweg allen erfolgreich gelang. Gegen Saisonende wurde sogar mit einem Auge auf den Aufstieg geschielt, doch leider stand durch die knappe Niederlage im letzten Saisonspiel „nur“ Platz 4 zu Buche. Für die 1. Mannschaft ging es nach dem Aufstieg der Vorsaison hauptsächlich darum, sich in der 3. Liga zu etablieren und diese zu halten. Nachdem die ersten Spiele noch von einer gewissen Nervosität gezeichnet waren und wir unseren Spielrhythmus erst noch finden mussten, wurden wir gegen Saisonmitte immer stabiler, was sich auch in vermehrt guten Ergebnissen niederschlug. Sogar den Aufstiegsfavoriten konnten wir Paroli bieten. In manchen entscheidenden Phasen fehlte es leider an Abgeklärtheit, weswegen am Ende ein guter 6. Tabellenplatz  heraussprang, mit Tendenz eher nach oben als nach unten.

Fahrstuhlmannschaft (Saison 2014/15)

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SV Wacker 22 Auerswalde – Volleyball – Team 2014/15 

 

Das Jahr 6 unseres Teams im Stadtliga-Betrieb stand von Anfang an unter keinem guten Stern und das zog sich durch die gesamte Saison. Das einzig Beständige waren unsere Personalsorgen durch Verletzungen und Schicht- bzw. Montagearbeit. Nicht in einem einzigen Spiel der Saison ist es gelungen, unsere komplette Mannschaft auch nur annähernd zusammen zu haben. Dazu der Verlust unseres Hauptangreifers. Machen wir es kurz – was dabei heraus gekommen ist, war der letzte Tabellenplatz. Sportlich also wenig erfolgreich. Aber das ist am Ende gar nicht das Entscheidende! Als Mannschaft haben wir selten so gut harmoniert wie in dieser Spielzeit. Trotz der ausbleibenden Ergebnisse waren wir nie chancenlos und der Spaß kam keinesfalls zu kurz. Anders als bei vielen Teams in vergleichbaren Situationen, haben wir uns nicht intern gegenseitig zerfleischt, sondern gemeinsam das Beste aus der Situation gemacht. Eine wertvolle Erfahrung! Zudem ist es uns gelungen, ein vielversprechendes junges Talent vollständig im Ligabetrieb zu integrieren, an dem wir sicher in den kommenden Jahren noch viel Freude haben werden! Und 2 Aufstiege und 2 Abstiege in 6 Jahren Ligazugehörigkeit – das muss man auch erst einmal schaffen. Wir sind quasi die „Fahrstuhlmannschaft“ aus Auerswalde ;-). Wenn diese Tendenz anhält, wäre in der kommenden Spielzeit wieder ein Aufstieg dran… Dagegen wäre zumindest nichts einzuwenden… Schließlich ist nichts beständiger als die Veränderung!

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