Spielberichte

Saison 2013/14

06.02.2014 Heimspiele gegen SG Moskau/Makkabi und SG Handwerk Rabenstein/Harthau

Nachdem wir die letzten Heimspiele im vergangenen Jahr sowie die Auswärtsbegegnung letzte Woche allesamt mit Punktgewinnen absolvieren konnten, stand nun der erste Heimspieltag der Rückrunde an. Seit langer Zeit wieder einmal konnten wir aus dem Vollen schöpfen und hatten alle gemeldeten Spieler an Bord. Begonnen haben wir in ähnlicher Aufstellung wie vergangene Woche, mit der kleinen Änderung, dass Basti den etwas später dazugestoßenen Philipp ersetze. Gegen eine Mannschaft, die weit abgeschlagen mit nur einem errungenen Punkt am Tabellenende steht, kann man eigentlich nur verlieren.

Nach etwas nervösem Beginn konnten wir doch langsam unsere Spielstärke ausspielen und einige Punkte davon ziehen. Zu Satzmitte leisteten wir uns jedoch zu viele Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler, ehe wir uns versahen, stand es 16:20 gegen uns. Was danach kam, war große Klasse. Durch zwei kleine Angabenserien drehten wir das Spiel noch mit 25:22 zu unseren Gunsten. In früheren Partien hätten wir diesen Satz sicher abgegeben. Unverändert ging es in Satz 2, welchem wir einen deutlicheren Stempel aufdrücken konnten. Am Ende bleibt nur noch ein Lob für unseren Gegner, der sich auf jeden Fall besser verkauft hat, als es das Tabellenergebnis wiederspiegelt.

Im zweiten Spiel des Abends wartete der aktuelle Tabellenzweite, der bei einem glatten Sieg gegen uns sogar die Tabellenspitze erobern konnte. Augenscheinlich sogar in Bestbesetzung angetreten. Schon beim einschlagen deutete sich an, dass wir es hier mit einem ganz anderen Kaliber zutun bekommen würden. Lukas und Philipp kamen für Torsten und Basti ins Spiel, der Rest blieb beim Alten. Schnell zeichnete sich ab, dass unser Gegner über sehr variantenreiche, straffe und vor allem schwer berechenbare Angaben verfügte, so dass wir in der ersten Satzhälfte deutliche Probleme hatten, überhaupt einen Ball vernünftig zum Zuspieler zu bekommen. Der starke gegnerische Block gab uns dann den Rest. Auch im Hinterfeld häuften sich individuelle Stellungsfehler, die Moskau eiskalt ausnutzte. Schnell baute sich unser Gegner einen Vorsprung auf, der für uns uneinholbar wurde. Gegen Ende des Satzes nahmen wir noch einen Wechsel auf der Zustellerposition vor, um die gegnerischen Angriffe effektiver Blocken zu können. Satz 2 begann ähnlich als der erste, mit dem Unterschied, dass wir diesmal konzentrierter agierten und deutlich besser annehmen konnten. Trotzdem lag Moskau zu Satzmitte mit 5 Punkten in Front. Durch eine Angabenserie von Hoshi begannen wir jedoch, den Gegner mürbe zu machen. Getrieben durch unsere eigenen Fans und Anfeuerungsrufe schafften wir es tatsächlich, das Spiel umzubiegen und am Ende recht souverän mit 25:22 für uns zu entscheiden. Diese Euphorie wollten wir gern in den Entscheidungssatz mitnehmen, was leider nicht gelang. Es häuften sich die Annahmeprobleme und die Ungenauigkeiten in der Feldabwehr. Alles in allem machten wir es Moskau zu einfach, ihre Punkte zu erzielen. Trotzdem können wir mit den gewonnenen 4 Punkten gut leben, machen einen Satz im engen Mittelfeld weg von den Abstiegsplätzen punktgleich mit Textima III auf Platz 4. Im direkten „Verfolgerduell“ nächste Woche könnten wir mit einem Sieg sogar noch auf Platz 3 springen.

  13.11.2013 Heimspiele gegen Blau-Weiß Röhrsdorf H III und SG Flemming II

Nachdem wir in den letzten beiden Spielen leider keinen unser insgesamt reichlich vorhandenen Satzbälle nutzen konnten und 3 der 4 gespielten Sätze knapp mit 2 Punkten Differenz abgaben, standen wir vor den ersten beiden Heimspielen der Saison schon ein wenig unter Druck. Die Personaldecke ist weiterhin recht dünn, aber zumindest waren wir diesmal zu siebent und hatten Unterstützung von Frank an der Seitenlinie.

Im ersten Spiel gegen Röhrsdorf begann das gleiche Team, was sich in der Vorwoche knapp Moskau geschlagen geben musste. Von Beginn an war zu spüren, dass wir das neue Spielsystem immer mehr verinnerlichen und folgerichtig sicherer im Aufbau sind und weniger Punkte durch Missverständnisse abgeben als noch in der Auftaktpartie. Wir fanden gut ins Spiel und konnten uns gleich mit einigen Punkten absetzen. Auch wenn es hier und da mal einen kleinen Hänger gab oder sich eine Unkonzentriertheit eingeschlichen hat, konnte wir diesen Satz alles in allem recht souverän mit 25-18 für uns entscheiden und damit den ersten Satzgewinn der noch jungen Saison feiern. Unerklärlicherweise kam es zu Beginn des zweiten Satzes zu einem Bruch in unserem Spiel. Die Bewegungsabläufe klappten nicht, individuelle Annahmefehler häuften sich ebenso wie Absprachefehler. Und dann kommt auch noch Pech dazu. Eher wir uns versahen, stand ein 3-12 auf der Anzeigetafel. Normalerweise bedeutet das in den meisten Fällen – Satz abhaken, auf den nächsten konzentrieren. Aber ebenso unerklärlich wie dieser anfängliche Hänger war die darauffolgende Punkteserie, eingeleitet durch sehr präzise und effektive Aufschläge von Hoshi und Konrad. Wir starteten eine Aufholjagd, die dem Gegner mental das Genick brach. Auf einmal war auch das Glück wieder auf unserer Seite, und einige Netzroller fanden den Weg ins gegnerische Feld anstatt uns selbst wieder vor die Füße zu fallen. Aus einem 3-12 wurde ein 17-15 und am Ende stand das gleiche Ergebnis wie im ersten Satz zu Buche. Überschwänglich feierten wir unseren ersten Heimsieg!

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann gegen das Team von SG Flemming II. Wir kannten die Spieler noch aus dem letzten Jahr gemeinsam in Liga 4 und wussten, dass wir von der Spielstärke her in etwa auf einem Level liegen würden. Die Duelle der Vorsaison waren heiß umkämpft, im Heimspiel mussten wir uns knapp mit 1-2 geschlagen geben, waren damit aber gleichzeitig das erste Team, was Flemming in der Hinserie einen Satz abnehmen konnte, im Auswärtsspiel setzten wir uns dafür mit 2-1 durch und sicherten uns damit Tabellenplatz 2 und den Aufstieg. Aufgrund personeller Engpässe trat Flemming diesmal mit 4 Spielern aus Liga 3 und einer Verstärkung aus Liga 4 an – also insgesamt nur zu fünft. Was eigentlich ein Vorteil sein sollte, entpuppte sich eher als Nachteil, weil unser Gegner dadurch dazu gezwungen war, umso mehr sich im Feld zu bewegen. Es war wirklich bemerkenswert, wie viele Bälle deren Feldabwehr teils auch mit Fußberührungen noch zurückbringen konnte, ein wirklich unangenehm zu spielender Gegner, der uns dazu zwang, hohen Aufwand zu betreiben und mit klaren Angriffsaktionen zu Punkten zu kommen. Daher war dieses Spiel am Ende auch etwas verkrampfter als die Auftaktpartie. Etwas überraschend nahm Frank im Vergleich zum ersten Spiel einen Wechsel auf der Zuspielerposition vor. Unabhängig davon fanden wir auch hier sehr gut ins Spiel, konnten die ersten Punkte für uns entscheiden und uns schnell mit 2 bis 4 Punkten absetzen. Zu Mitte dieses Durchganges konnte sich unser Gegner besser auf unser Spiel einstellen und machte es uns immer schwieriger, zu Punkterfolgen zu kommen. Teilweise häuften sich Abstimmungsprobleme und wir schenkten einige Punkte viel zu einfach her. Beim Stand von 20-19 half uns unsere letzte Auszeit, etwas durchzuschnaufen und am Ende mit erhöhter Konzentration den Satz mit 25-22 für uns zu entscheiden. Der zweite Satz begann etwas holprig, auch hier führten einige einfache individuelle Fehler dazu, dass sich Flemming früh ein kleines Punktepolster herausarbeiten konnte, was schnell auf 7 Punkte Vorsprung anwuchs. In dieser Phase des Spiels lief bei uns nicht wirklich viel zusammen. Zu Mitte des Durchgangs fanden unsere Angriffe endlich wieder häufiger ihr Ziel im gegnerischen Feld und der Vorsprung begann, zusammenzuschmelzen, beim 20-20 waren wir wieder voll im Rennen. Leider kam es, wie zuletzt häufiger – die Nervosität steigt und in den entscheidenden Momenten fehlt die letzte Konsequenz in unseren Aktionen, wir verlieren die Zielstrebigkeit, die Unzufriedenheit wächst und wir bringen uns selbst aus dem Konzept. Am Ende setzte sich Flemming mit 22-25 durch. Der Entscheidungssatz musste her. Der Beginn war ein Spiegelbild von Satz 2, aber wir haben nicht aufgesteckt und uns nicht hängen gelassen, weiter an uns geglaubt. Die 5 Punkte Rückstand zum Seitenwechsel konnten wir kontinuierlich wettmachen und uns sogar mit 1-2 Punkten absetzen. Gegen Satzende wurde es – wie immer bei uns – wieder eng. Flemming konnte unseren ersten Satzball abwehren, die Auszeiten waren aufgebraucht, einige Wechsel brachten uns Zeit zum Durchpusten. Nach einem abgewehrten Netzball von Flemming konnten wir unseren dritten endlich selbst verwandeln und dieses Spiel ebenfalls für uns entscheiden.

Es bleibt festzuhalten, dass diese Heimsiege und auch die Art und Weise deren Zustandekommen psychologisch sehr wichtig für den Rest der Saison sein können, weil wir endlich in den engen Situationen Durchsetzungsvermögen bewiesen haben. Weiterhin positiv zu erwähnen bleibt, dass wir insgesamt extrem wenig Aufschlagfehler zu beklagen hatten und das Spielsystem mittlerweile funktioniert ohne Chaos zu verbreiten, was auch daran liegt, dass der Stamm der spielenden Mannschaften bei allen Partien bisher nahezu identisch war. Durch die Ergebnisse werden wir ins Mittelfeld der Tabelle katapultiert und können diese Position beim bisher sieg- und satzlosen Tabellenletzten Handwerk Rabenstein im Auswärtsspiel kommende Woche weiter festigen.

Es spielten:

Steffi, Basti, Hoshi, Konrad, Kurt, Lukas und Michi

  07.11.2013 Auswärtsspiel bei SG Moskau/Makkabi

Unser zweites Auswärtsspiel hat stattgefunden. Diesmal waren wir zu Besuch bei SG Moskau/Makkabi. Von den Qualitäten der Mannschaft konnten wir uns gleich Vorort überzeugen, da wir in deren erstem Spiel gegen die Männer von Röhrsdorf III das Schiedsgericht stellten. Beide Seiten glänzten mit nahezu fehlerfreiem Spiel. Angriffsschläge wechselten mit butterweich gelegten Bällen, die durch hochmotivierten Einsatz meist doch noch irgendwie angenommen wurden, um sie dann dem Gegner in ähnlicher Weise zu präsentieren. So zeichnete sich das Spiel durch teils sehr lange Ballwechsel aus. Letztlich konnte sich Makkabi in 2 Sätzen jeweils knapp durchsetzen.

Und dann kamen wir dran. Die letzten Wochen hatten wir mit Frank im Training an unserem System mit Zuspiel über 2 gefeilt. Nun würde sich zeigen, ob es den gewünschten Erfolg bring. Als Zusteller hatten wir Konrad und Stephie zur Verfügung. Hauptangreifer waren Hoshi und Micha, die von Kurt und Lukas Unterstützung bekamen. Jenny beobachtete das Spiel von der Fan-Bank aus.

Den Aufschlag im ersten Satz hatte Makkabi. Wir nahmen an, Stephie stelle, Hoshi schlug, Punkt! So schnell kann's gehen. Unserer Freude darüber brachten wir mit lautstarkem Jubel und Klatschen zum Ausdruck. Im weiteren Spielverlauf wirken wir souverän, Makkabi zunehmend angespannter. Leider schlichen sich bei uns dann immer häufiger Fehler ein. Angriffe schlugen nicht im gegnerischen Feld ein, sondern blieben im Netz hängen oder flogen weit ins Aus. Gefühlt die Hälfte der eigenen Aufgaben verfehlte die gegnerische Hälfte. So gaben wir bis zur Satzmitte unsere Führung her und gerieten sogar leicht ins Hintertreffen. Letztendlich blieb es bis zum Schluss bei 2 bis 3 Punkten Rückstand und wir gaben den Satz mit 23:25 her.

Unsere gute Laune hatte unter dem Resultat des ersten Satzes nicht gelitten und so ging es hochmotiviert und lautstark in den zweiten Satz. Wieder holten wir den ersten Punkt. Auch jetzt schlugen Hoshis Bälle hart an der gegnerischen 3-Meter-Linie ein. Michas Bälle kamen deutlich weicher übers Netz geflogen. Aber auch mit diesen sauber am Block vorbei oder über den Block geschlagenen Bällen hatten die Makkabi-Männer ihre Probleme. Lukas und Kurt konnten Dank präziser Zuspiele ebenso einige wertvolle Punkte rausholen. Lange Ballwechsel, wie wir sie im Spiel gegen Röhrsdorf zu Hauf gesehen hatten, gab es in unserer Partie nicht. Da von Seiten Makkabis wenige Angriffe durch kamen, bauten wir relativ schnell ein Führungspolster auf. Bis zum 22:18 ging das gut. Dann zog - wie so oft in unseren Spielen - zum Satzende die Nervosität ein. Durch schlechte Ballannahmen mit Uneinigkeit, wer überhaupt annimmt, vergessene Laufwege in Spielzügen und sogar einem Stellungsfehler, ließen wir Makkabi auf 25:25 ausgleichen und gaben den zweiten Satz schließlich nach einigem hin und her unglücklich mit 27:29 ab.

Wir haben also wieder glatt in 2 Sätzen verloren. Sehr bedauerlich, da es wirklich knapp war. Mitnehmen können wir, dass wir mit konzentrierter und motivierter Spielweise durchaus mit den stärkeren Mannschaften unserer Liga mithalten können. Unser Spielsystem beginnt, sich positiv auszuwirken. Mit mehr Routine wird es sicher noch besser. Weiterhin arbeiten müssen wir an defensiven Elementen, also unserer Ballannahme sowohl zum Aufschlag als auch bei gegnerischen Angriffen. Verbesserungspotential gibt es sicher auch bei den Angaben und beim Blocken. Zum Trainieren bleibt uns vorerst allerdings keine Zeit, denn schon nächste Woche stehen bei uns die Heimspiele gegen Röhrsdorf II und Flemming II an.

    09.10.2013 Auswärtsspiel bei Netzkante II

Im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison der Männermannschaft in der 3. Stadtklasse bekamen wir es mit dem Team von Netzkante II zu tun. Wie wir aus dem Vorbereitungsspiel gegen Netzkante I erfahren konnten, handelte es sich bei dieser Mannschaft um das Team, welches letzte Saison noch in der 2.Stadtklasse aktiv war, aber abgestiegen ist. Nominell also ein sehr schwerer Gegner als Auftakthürde. Da wir unser erstes Spiel bereist verlegen mussten, wussten wir jedoch, dass die Spieler von Netzkante in ihrem ersten Spiel mit durchweg einstelligen Satzergebnissen ziemlich unter die Räder gekommen sind. Selbiges geschah im ersten Spiel des Abends zwischen Netzkante II und Textima-Süd III. Also wohl doch eine machbare Aufgabe?!

Leider mussten wir einige Absagen verkraften aufgrund von Verletzungen, Urlaub und Schichtarbeit. Am Ende standen mit Basti, Hoshi, Konrad, Kurt und Stephie nur 5 der 9 für diese Liga gemeldeten Spieler zur Verfügung, so dass bereits in der ersten Begegnung Markus bei uns aushelfen musste. Außerdem erklärten sich Sandy und Jule freundlicherweise bereit, uns spielfertig zu begleiten. Außerdem unterstützten uns unser Trainer Frank und Mu von der Seitenlinie.

Im ersten Satz versuchten wir uns das erste Mal im regulären Spielbetrieb an der Umsetzung des Systems mit Zuspiel über 2. Obwohl es im Training bisher sehr vielversprechend aussah, konnten wir diesen Eindruck nicht in ein gutes Spiel umsetzen und gerieten folgerichtig, ohne dass der Gegner dazu sonderlich viel Druck ausüben musste, durch eigene Fehler, Unkonzentriertheiten und vor allem viele Abstimmungsschwierigkeiten schnell einige Punkte in Rückstand. Dieser wuchs schnell auf annähernd 10 Punkte an. Teilweise herrschte auf dem Feld das reinste Chaos. Leider konnten wir auch eine Stabilisierungsphase zu Satzmitte nicht mehr nutzen, um noch einmal punktemäßig in Schlagdistanz zu kommen und verloren diesen Satz am Ende recht deutlich.

Nach einigen Diskussionen in der Satzpause hatten wir uns entschieden, auf ein klassisches Zuspielsystem zurück zu wechseln. Damit gewannen wir zunehmend an Sicherheit. Durch einige gelungene Angriffsaktionen und einige Lichtblicke in der Feldabwehr konnten wir uns früh um einige Punkte absetzen, wobei es auch in diesem Satz Höhen und Tiefen gab. Gegen Ende zogen wir die Zügel ein wenig an und hatten beim Stande von 20-24 erstmals eigene Satzbälle. Wie wir es geschafft haben, in dieser Situation 6 Punkte in Folge abzugeben, ist mir bis heute ein Rätsel.

Am Ende stand eine glatte Niederlage zu Buche, was besonders ärgerlich ist. Ohne den Spielern von Netzkante zu Nahe treten zu wollen, aber anhand der gezeigten Leistung ist eher davon auszugehen, dass sich dieses Team am Ende der Saison im unteren Tabellendrittel wiederfinden wird. Aus solchen Spielen müssen wir – trotz der vielen Absagen – einfach mehr herausholen, zumindest den einen Satzgewinn, der uns aufgrund der Einführung der 3-Punkte-Regel bereits einen Spielpunkt eingebracht hätte.

Ausgehend von diesem Spiel steht uns noch viel Arbeit bevor, vor allem Sicherheit im neuen System zu gewinnen. Aber es bleibt auch die Erkenntnis, dass wir mit unserem Angriffsspiel auch in der neuen Liga jedes Team vor Probleme stellen werden und somit den Fokus mehr auf die Defensivarbeit legen müssen. Wir haben zwar keine Punkte, aber wichtige Erkenntnisse gewonnen. Und schon bei den Heimspielen in 3 Wochen können und werden wir es besser machen!

 
 

Saison 2012/13

10.10.2012 Heimspiele gegen TSV Flöha II und TuSV Gablenz

Zwei Wochen nach unserem ersten Saisonspiel auswärts bei Turbine Frankenberg stand für uns ohne zwischenzeitliches Training (wegen des Tages der Deutschen Einheit) die Heimpremiere in unserer neuen Spielhalle in der Mittelschule Lichtenau auf dem Plan.

Getrübt wurde die Vorfreude nur aufgrund der extrem kurzfristigen Absage der TuSV Gablenz aufgrund von verletzungssorgen.  Wir müssen gemeinsam entscheiden, wie wir mit der Situation verfahren wollen. Derzeit ist das Spiel mit 25-0 für uns gewertet, da eine solch späte Absage rein rechtlich als nicht angetreten gilt. Wenn sich die Mehrheit unserer Spieler dafür entscheidet, können wir alternativ sicher auch einen Nachholspieltermin ausmachen.

Blieb also nur unser Spiel gegen die, ähnlich wie Turbine Frankenberg, aus dem SSVB zu uns gewechselten Männer des TSV Flöha II.  Das Team bestand aus einer Mischung von reiferen, erfahrenen Spieler und relativ jungen Großgewachsenen. Die Eindrücke vom Einspielen legten den Schluss nahe, dass es zwei enge Sätze werden könnten. Wir selbst konnten anders als im Auftaktspiel eigentlich nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur Kurt und Mu mussten arbeitsbedingt absagen. Um den Trainingseindrücken und persönlichen Wünschen gerecht zu werden, haben wir diesmal die Anfangsaufstellung bei Wahl bestimmt. Zusätzlich zu Libero Konrad wurde Basti, Hoshi, Ingo, Michi, Philipp und Steffi das Vertrauen geschenkt. Nach gutem Beginn und einigen guten Angriffen und Angaben konnten wir uns schnell einen Vorsprung erarbeiten, den wir bis zum Ende des Satzes souverän verteidigten. Anders als im ersten Match haben wir zu keiner Zeit die Ruhe und Kontrolle verloren, sondern auch in engen Situationen kühlen Kopf bewahrt und die Konzentration hochgehalten. Am Ende stand ein ziemlich deutliches 25-19 zu Buche. Da wir insgesamt 10 Spieler zur Verfügung hatten, übernahm zu Beginn des zweiten Satzes Markus die Position von Philipp. Der Beginn dieses Durchganges war um einiges nervöser. Bis zum Stand von 14-14 glich die Begegnung einem Kopf-an-Kopf-Rennen. In der entscheidenden Phase konnten wir uns durch einige gelungene Angaben von Hoshi ein wenig absetzen. Lukas kam für Markus in die Partie, kurz vor Schluss ersetzte Bego zudem Steffi. Den angehäuften Vorsprung konnten wir sicher über die Runden schaukeln und am Ende stand dasselbe Ergebnis wie in Satz 1.

Alles in allem war es ein gelungener Auftakt in der neuen Halle. Wenn wir diese Leistung konservieren und dauerhaft abrufen können, sollte ein Platz im oberen Mittelfeld durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Besonders schön ist, dass wir auf so viele Spieler zurückgreifen können und auch alle ihre Einsatzzeiten bekommen.

  Es waren dabei: Alex, Basti, Hoshi, Ingo, Konrad, Lukas, Markus, Michi, Philipp, Stephie     26.09.2012 Auswärts bei Turbine Frankenberg

Ohne wirklich gezielte Vorbereitung startete für uns die Saison mit dem erwartet schweren Auswärtsspiel bei Quereinsteiger Turbine Frankenberg in der Turnhalle der Astrid-Lindgreen-Mittelschule. Von der Ausstattung erinnerte diese an unsere alte Halle in Auerswalde, ein DDR-Neubau, mit etwas mehr Platz rund um das Spielfeld, aber dafür einem sehr glatten Fußboden und nur mit Duschen in der Heimmannschaftskabine.

Wir waren mit insgesamt 9 Spieler(innen) angereist, weshalb Hoshi entscheiden musste, wer von Beginn an spielt. Die Wahl fiel auf Stephie, Ingo, Lukas, Philipp, ihn selbst und mich. Nach nervösem Beginn im ersten Satz fanden wir recht gut ins Spiel und lagen durch einige gelungene Angriffsschläge schnell mit 5 Punkten in Front. Leider gab es dann einen kleinen Bruch in unserem Spiel und wir gaben zu schnell zu viele Punkte hintereinander nur durch unsere schlechten Annahmen ab und brachten Frankenberg somit wieder ins Spiel. Im mittleren Satzdrittel war die Begegnung recht ausgeglichen. Nur gegen Ende leisteten wir uns zu viele Unkonzentriertheiten und machten Frankenberg es alles in allem zu einfach, uns diesen Satz abzunehmen.

Im zweiten Satz nahm Lukas dann auf der Bank Platz und wurde durch Markus ersetzt, der sich durch zuletzt durchgehend gute Trainingsleistungen in den Fokus gespielt hat. Unser Spiel unterschied sich nicht wesentlich vom ersten Satz. Die klareren Punkte im Angriff konnten wir verzeichnen, leider war die Feldabwehr unseres Gegners der unsrigen um Längen überlegen. Symptomatisch für diese Begegnung ist der Fakt, dass nahezu bei jedem Ballwechsel einer unserer Gegner nach den Bällen gesprungen ist, während ich mich in unserem Spiel nahezu an keine erfolgreiche Defensivrettungsaktion erinnern kann. Alles in allem machen wir es unseren Gegner (das war auch die letzten beiden Saisons so) viel zu einfach, Punkte gegen uns zu erzielen. Während wir jeden Punkt durch meist mehrere Angriffsaktionen hintereinander förmlich erzwingen müssen, reicht es unserem Gegner meist aus, eine starke Angabe oder einen platziert gesetzten aber nicht allzu harten Angriffsschlag auszuführen, um uns zu überwinden. Wenn wir uns hier nicht deutlich in der Technik, aber vor allem der Abstimmung, Absprache und Raumaufteilung verbessern, werden wir diese Saison gegen alle Mannschaften in unserer Spielklasse arge Probleme bekommen. Weiterer Kritikpunkt war die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff. Man merkt uns das Fehlen von Michi als zweitem Hauptangreifer deutlich an. Gegen Mannschaften, die über einen guten Block und eine gute Defensivreihe verfügen, sind unsere kleingewachsenen Angriffsspieler oft chancenlos und wir verlieren mehr Punkte durch zu viel Risiko im Angriffsschlag als wir durch dieses gewinnen. Als Konsequenz resultierte daraus der zweite, wenn auch diesmal knappere, verdiente Satzverlust an diesem Abend.

Für die nächsten Spiele heißt es, sich in der Defensive zu stabilisieren, im Angriff mehr Durchschlagskraft entwickeln und weiter konzentriert zu arbeiten. Die Rückkehr von Michi und Konrad wird uns sicher dabei helfen. Positiv zu erwähnen ist im Vergleich zur letzten Spielzeit, dass wir in der Breite viel besser aufgestellt sind und, wenn es nicht rund läuft, auch wirkungsvoll wechseln können. Aufgrund der langen Saison mit vielen Spielen werden sicherlich auch alle Spieler ordentlich zum Zuge kommen!

  Es waren dabei: Alex, Basti, Hoshi, Ingo, Jenny, Kurt, Lukas, Markus, Mu, Philipp, Stephie

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